Verhaltenstherapie in Berlin-Friedrichshain und ergänzende Verfahren

Meine Ausbildung zur Psychologischen Psychotherapeutin habe ich im Verfahren Verhaltenstherapie abgeschlossen, sie ist die Grundlage meiner Arbeit. Im Laufe der Jahre sind Verfahren dazugekommen, die ich gezielt einsetze, wenn das Gespräch und die klassischen verhaltenstherapeutischen Methoden an Grenzen stoßen. Auf dieser Seite erkläre ich, was sich hinter den einzelnen Ansätzen verbirgt und wie sie in einer Behandlung zusammenkommen.

Kognitive Verhaltenstherapie

Die Verhaltenstherapie geht davon aus, dass wir ein Leben lang lernen und dass auch belastende Muster gelernt sind. Sie schaut darauf, wie Gedanken, Gefühle, körperliche Reaktionen und Verhalten zusammenhängen und sich gegenseitig verstärken. Die Verhaltenstherapie ist eines der Richtlinienverfahren der Psychotherapie in Deutschland; ihre kognitive Ausprägung, die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT), ist wissenschaftlich besonders gut untersucht.

Praktisch heißt das: Wir beschreiben zunächst genau, was in schwierigen Situationen passiert. Daraus leiten wir gemeinsam Ziele ab, die Sie selbst für sinnvoll halten. Zwischen den Sitzungen gibt es oft kleine Aufgaben, weil sich Veränderung im Alltag zeigt und nicht im Therapieraum. Bei Ängsten gehört dazu auch, sich gemiedenen Situationen schrittweise und vorbereitet wieder zu nähern, in einem Tempo, das Sie mitbestimmen.

Klärungsorientierte Psychotherapie

Manche Probleme wiederholen sich, obwohl man sie längst durchschaut zu haben glaubt: dieselben Konflikte im Job, dieselbe Art von Beziehung. Die Klärungsorientierte Psychotherapie nach Rainer Sachse, in der ich ausgebildet bin, fragt nach den Motiven, Bedürfnissen und Schemata, die hinter solchen Mustern stehen und sich biografisch verfestigt haben. Erst wenn sie verstanden sind, lassen sie sich verändern.

Emotionsfokussierte Therapie

Die Emotionsfokussierte Therapie nach Leslie Greenberg stellt das Gefühlserleben in den Mittelpunkt. Viele Schwierigkeiten entstehen nicht aus mangelnder Einsicht, sondern weil Gefühle nicht zugänglich sind, überwältigen oder im Widerspruch zu dem stehen, was man „vom Kopf her" weiß. Ziel ist, belastende Gefühle zu verstehen, zu regulieren und neue emotionale Erfahrungen zu ermöglichen.

Traumatherapie mit EMDR

EMDR steht für Eye Movement Desensitization and Reprocessing. Die Methode wurde Ende der 1980er-Jahre von Francine Shapiro zur Behandlung von Traumafolgestörungen entwickelt und ist in Deutschland seit 2006 als wissenschaftlich begründete Methode anerkannt. Während Sie sich an eine belastende Erinnerung erinnern, unterstützen abwechselnde Links-rechts-Reize (Augenbewegungen, Töne oder leichte Berührungen) die Verarbeitung dessen, was damals nicht verarbeitet werden konnte.

EMDR ist kein Verfahren, mit dem man gleich in der ersten Stunde beginnt. Zuerst klären wir in einer gründlichen Anamnese, ob die Methode für Ihr Anliegen geeignet ist, und sorgen für ausreichende Stabilität. Wie viele Sitzungen die Bearbeitung braucht, lässt sich vorab nicht pauschal sagen. Es hängt unter anderem davon ab, ob ein einzelnes Ereignis oder wiederholte Belastungen im Mittelpunkt stehen. EMDR ist in meiner Arbeit in eine Psychotherapie eingebettet und findet in der Berliner Praxis in der Grünberger Straße statt. Ich bin EMDR-Therapeutin (DeGPT) und Spezielle Psychotraumatherapeutin (DeGPT).

Ausführlicher, auch zur Frage, für wen EMDR geeignet ist, schreibe ich im Ratgeber EMDR bei Trauma: Wirkung und Einsatz.

IRRT – Imagery Rescripting and Reprocessing Therapy

Die IRRT arbeitet mit inneren Bildern. Belastende Erinnerungen werden in der Vorstellung noch einmal aufgesucht und, begleitet und in einem geschützten Rahmen, um neue Erfahrungen ergänzt: etwa, dass damals jemand eingreift oder dass das erwachsene Ich dem jüngeren beisteht. Ich setze IRRT bei Traumafolgen, bei komplizierter Trauer und in der Arbeit mit dem sogenannten inneren Kind ein.

Wie die Ansätze zusammenkommen

Nicht jede Behandlung nutzt alle Verfahren. Welche Methoden zum Einsatz kommen, entscheiden wir auf Grundlage der Diagnostik und Ihrer Ziele, und wir passen das an, wenn sich etwas ändert. Den Rahmen bildet in jedem Fall die Verhaltenstherapie. Welche Beschwerden ich behandle, finden Sie unter Behandlungsschwerpunkte, wie eine Behandlung beginnt, unter Ablauf der Therapie.

In der Praxis oder online

Die Sitzungen finden in meiner Praxis in Berlin-Friedrichshain statt. Wenn es passt, lassen sich einzelne Termine auch per Video durchführen, zum Beispiel bei längeren Dienstreisen. Was dabei zu beachten ist, steht auf der Seite Online-Therapie.

Praxis für Psychotherapie Berlin-Friedrichshain
Dipl.-Psych. Tanja O. Pelzer
Grünberger Str. 54, 10245 Berlin
Telefon: +49 163 – 9822 966 · E-Mail: [email protected]
Anfahrt: U5 Samariterstraße, Tram M10/M13 Grünberger Straße, S-Bahn Warschauer Straße.
Termine in der Berliner Praxis finden ausschließlich nach persönlicher Vereinbarung statt.

Verfasst und fachlich geprüft von Dipl.-Psych. Tanja O. Pelzer, approbierte Psychologische Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie), Spezielle Psychotraumatherapie DeGPT, EMDR-Therapeutin DeGPT, Dozentin an der Deutschen Psychologen Akademie. Stand: September 2026.