Der erste Schritt in eine Therapie ist oft der schwerste – nicht weil der Weg kompliziert wäre, sondern weil die Unsicherheit vorher am größten ist. Viele, die mich in meiner Berliner Praxis kontaktieren, fragen zuerst: Was passiert eigentlich, wenn ich mich melde? Diese Frage möchte ich hier so konkret wie möglich beantworten.
Das Erstgespräch: Kennenlernen ohne Verpflichtung
Im Erstgespräch geht es weniger um Diagnosen als um eine erste Einschätzung: Passt die Chemie, passt mein Schwerpunkt zu Ihrem Anliegen? Ich frage nach der aktuellen Belastung, nach dem, was Sie sich von der Therapie erhoffen, und erkläre offen, wie ich arbeite . Wer nach diesem Gespräch merkt, dass es nicht passt, ist zu nichts verpflichtet. Das ist wichtig, weil eine Therapie nur trägt, wenn die Beziehung zwischen Patient und Therapeutin stimmt.
Kosten und Ablauf in der Privatpraxis
Als Privatpraxis rechne ich nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten ab, entweder direkt mit Ihnen oder über Ihre private Krankenversicherung beziehungsweise Beihilfe. Gesetzlich Versicherte können unter bestimmten Voraussetzungen eine Kostenerstattung beantragen, wenn keine zeitnahe Behandlung bei einem Kassensitz möglich ist. Ich erkläre im Erstgespräch, welcher Weg für Ihre Situation realistisch ist, damit hier keine Überraschungen entstehen.
Was die erste Sitzung wirklich bringt
Die erste richtige Sitzung nach dem Erstgespräch dient dazu, ein genaueres Bild zu bekommen: Wie sieht Ihr Alltag aus, wann traten die Schwierigkeiten zum ersten Mal auf, was haben Sie bisher versucht? Aus meiner Praxis weiß ich, dass Klientinnen und Klienten oft erleichtert sind, sobald sie merken, dass sie ihre Geschichte nicht perfekt sortiert vortragen müssen. Es reicht, ehrlich zu erzählen, was gerade schwer ist.
Für wen sich der Einstieg in Berlin besonders lohnt
Gerade in einer Stadt wie Berlin, in der Termine bei Kassenpraxen oft Monate dauern, ist der direkte Zugang zu einer Privatpraxis für viele der einzige Weg, zeitnah Unterstützung zu bekommen. Das gilt besonders, wenn eine akute Belastung vorliegt – etwa nach einem einschneidenden Ereignis oder in einer Krise, in der Warten selbst zur Belastung wird.
Wenn Sie überlegen, den Schritt zu gehen: Melden Sie sich unverbindlich. Ein Gespräch verpflichtet zu nichts, gibt Ihnen aber Klarheit darüber, ob dieser Weg für Sie passt.